Der Präsident der Stadtverordnetenversammlung von Funchal, Jorge Carvalho, warnte vor dem Risiko, dass die Europäische Union auf eine stärkere Konzentration der Machtbefugnisse in den Mitgliedstaaten zusteuert, und betrachtete diese Situation als Bedrohung für die Rolle der Regionen und Gemeinden bei der Verwaltung der EU-Fonds. Die Warnung wurde während einer gestern in Santa Cruz abgehaltenen Debatte ausgesprochen.
Jorge Carvalho vertrat die Ansicht, dass ein „Prozess der Rückkehr in die Mitte der Staaten" im Gange sei, und äußerte seine Besorgnis über die Richtung, die die Europäische Union in Bezug auf die Machtkonzentration einschlägt.
Der Bürgermeister vertrat die Auffassung, dass die autonomen Regionen das Subsidiaritätsprinzip wahren müssen, das bestimmt, dass Entscheidungen auf der Ebene getroffen werden sollten, die den Bürgern am nächsten liegt, und eine wirksame Beteiligung an der Verwaltung der europäischen Fonds sicherstellen müssen.
Die Debatte in Santa Cruz diente somit als Plattform für Jorge Carvalho, um seine Bedenken über die Zukunft der europäischen Governance und die Notwendigkeit, die Interessen der Regionen im Kontext der Europäischen Union zu verteidigen, zum Ausdruck zu bringen.



