In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich eine bedeutende Veränderung in der onkologischen Behandlung vollzogen. Das Paradigma, das jahrelang den medizinischen Ansatz dominierte, wurde durch eine neue Perspektive ersetzt, die den Patienten in den Mittelpunkt der therapeutischen Entscheidungen stellt.
Zuvor war die zentrale Frage, welche Behandlung für eine bestimmte Krankheit am besten geeignet war. Dieser standardisierte Ansatz behandelte alle Patienten mit derselben Pathologie ähnlich und folgte festgelegten Protokollen für jede Krebsart.
Heutzutage hat sich der Fokus auf den individuellen Patienten verlagert. Die grundlegende Frage lautet nun, welche Behandlung für jede Person am besten geeignet ist, wobei ihre spezifischen Eigenschaften berücksichtigt werden, wie die Genetik, die Krankengeschichte und andere persönliche Faktoren.
Diese Transformation stellt einen bedeutenden Paradigmenwechsel in der Hämatologie und in der Onkologie insgesamt dar, der wirksamere und an jeden Patienten angepasste Behandlungen ermöglicht.



