Papst Leo XIV. empfing heute eine Delegation des Oriel College der Universität Oxford im Konsistoriumssaal im Vatikan. Das Treffen markierte die 700 Jahre seit der königlichen Verleihung der britischen Institution und feierte eine historische Verbindung zwischen dem College und der katholischen Kirche durch die Figur von heiligem Johannes Heinrich Newman.
In seiner Ansprache rief der Papst die akademischen Institutionen auf, eine Ausbildung zu fördern, die auf Dienst und Gerechtigkeit gründet, und vertrat die Ansicht, dass die Bildung die menschliche Würde und die Fähigkeit, dem Gemeinwohl zu dienen, in den Mittelpunkt stellen sollte. Leo XIV. betrachtete das Denken Newmans als besonders relevant im Hinblick auf die heutigen Herausforderungen.
Der Papst erinnerte daran, dass der Londoner Kardinal ein brillantes Beispiel dafür ist, wie Glaube und Vernunft untrennbar sind, da seine religiösen Überzeugungen in der persönlichen Beziehung zu Gott verwurzelt waren, um eine eminente praktische intellektuelle Tätigkeit zu materialisieren. Newman war ehemaliger Student und Dozent des Oriel College.
Leo XIV. ermutigte die akademische Gemeinschaft, mutig nach der Wahrheit durch Newmans ganzheitliche anthropologische Sichtweise zu suchen, und forderte die Bildungswelt heraus, ein Treffen „von Herz zu Herz" mit anderen und mit Christus zu fördern, indem sie auf Gott vertrauen, um seine Herrlichkeit in der Welt widerzuspiegeln.




