Eine aktuelle Studie ergab, dass sonnenähnliche Sterne ihre magnetische Bremskraft abrupt verringern, wenn sie einen kritischen Rotationsschwellenwert erreichen. Diese Entdeckung verändert erheblich das, was man über die Rotation, den Magnetismus, die Aktivität und die Entwicklung von Sternen wusste. Das Phänomen hängt mit Sonnenstürmen zusammen, die das Produkt magnetischer Veränderungen in der Chromosphäre der Sterne sind und Sonnenwinde erzeugen.
Die stellare Dynamik zeigte, dass die von den Sternen ausgestoßenen magnetisierten Winde aufgrund der Erhaltung des Drehimpulses ihre Rotation allmählich verringern, wodurch Sterne mit geringer Masse mit der Zeit langsamer rotieren. Diese Idee wurde durch die Arbeit von Andrew Skumanich im Jahr 1972 konsolidiert, der entdeckte, dass die Rotation und verschiedene Aktivitätsindikatoren ungefähr mit der inversen Quadratwurzel des Alters abnehmen.
Auf der Grundlage dieser Beobachtungen wurde die Gyrochronologie geboren, eine Technik zur Schätzung des Alters von Sternen durch die Messung ihrer Rotation. Allerdings enthüllten die Beobachtungen des Kepler-Weltraumteleskops eine signifikante Anomalie: Einige alte und inaktive Sterne folgten diesem erwarteten Muster der graduellen Verlangsamung nicht.
Wenn die Sonne ihr Magnetfeld verlieren würde, würde sie aufhören, den Dynamo zu erzeugen, der ihre magnetische Aktivität hervorruft, was tiefgreifende Folgen für das Sonnensystem und die Erde hätte, obwohl die spezifischen Details dieser Folgen in dem vorgestellten Artikel nicht vollständig untersucht werden.




