In den letzten Jahrzehnten haben kriminelle brasilianische Organisationen wie das Comando Vermelho (CV) und das Primeiro Comando da Capital (PCC) ihre Aktivitäten über den Drogenhandel hinaus diversifiziert und den Schwarzmarkt mit Waren wie Zigaretten, Vapes, Elektronikgeräten, alkoholischen Getränken und Medikamenten erobert. Der Schmuggel, insbesondere aus Paraguay, garantiert diesen Banden Gewinne von über 500% und steigert ihre Einnahmen aus der Illegalität erheblich.
Diese Gewinne dienen der Finanzierung anderer Aktionsbereiche der Banden, in einer Strategie der wirtschaftlichen Expansion der Illegalität. Die Kriminellen nutzen das erhaltene Kapital, um Unterstützer und „Mitarbeiter" anzuwerben, Waffen zu kaufen, Polizisten und andere Staatsbeamte zu bestechen sowie die logistische Kapazität für ihre illegalen Aktivitäten auszubauen.
Der Schmuggel zwischen Brasilien und Paraguay bewegt jährlich etwa 60 Milliarden Real, ein Betrag, der fast dem Doppelten der Handelsbilanz zwischen den beiden Ländern entspricht. Diese Praxis stellt eine direkte Herausforderung für die Behörden und den Staat insgesamt dar.




