Caritas Europa hat sich mit mehr als 200 Organisationen der Kirche, der Zivilgesellschaft und Unternehmen zusammengeschlossen, um von den Führungsspitzen der Europäischen Union die Erstellung eines konkreten Plans für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu fordern. Die Unterzeichner richteten ein Schreiben an Ursula von der Leyen und forderten sie auf, die Veröffentlichung eines umfassenden, unabhängigen und wissenschaftsbasierten Berichts anzukündigen, mit dem Ziel, die aktuelle Krise der fossilen Brennstoffe zur letzten Europas zu machen.
Das Konsortium warnte, dass die Bevölkerung schwer für die Untätigkeit bezahlt, und kritisierte, dass die zweite Krise in diesem Sektor in nur vier Jahren mehr als 50 Milliarden Euro zur Energierechnung Europas für Familien und Unternehmen hinzugefügt hat. Das Dokument verdeutlichte die tragischen menschlichen und wirtschaftlichen Kosten der Klimakrise und erinnerte daran, dass aufeinanderfolgende Hitzewellen schwere Dürren und verheerende Brände verursacht haben, und schätzte, dass allein die extremen Temperaturen im Juni mindestens 14.000 Leben in Europa gefordert haben.
Die unterzeichnenden Institutionen lehnten die Vorstellung eines unkontrollierbaren Zufalls ab und argumentierten, dass die Abhängigkeit vom fossilen Modell wiederholt den Wohlstand Europas untergraben hat und die Bürger Preisschocks und geopolitischen Entscheidungen ausgesetzt hat, die anderswo getroffen werden. Der vorgeschlagene Ausstiegsplan nennt fünf Prioritäten und fordert, dass die Kommission den schnellsten und wettbewerbsfähigsten Weg auf der Grundlage bewährter Lösungen identifiziert und die Finanzierung übertriebener und nicht bewiesener Technologien ablehnt.
Das katholische Netzwerk und die übrigen Partner forderten die Ausrichtung jedes Euros auf den Ausstieg aus fossilen Ressourcen, um einen gerechten Übergang zu gewährleisten, der niemanden zurücklässt. Das Dokument befürwortet ferner die Dringlichkeit, die Natur als Verbündete und erste Verteidigungslinie im Klimaschutz anzuerkennen, und fordert die Freigabe von Mitteln zum Schutz von Wäldern, Feuchtgebieten und kohlenstoffabsorbierenden Böden. Der gemeinsame Brief ging davon aus, dass die Annahme dieser Empfehlungen den aktuellen Kontext zu einem Wendepunkt machen kann, der der europäischen Bevölkerung ein bezahlbares, erneuerbares, sicheres und lokales Energiesystem ermöglicht.




