Der Krieg im Nahen Osten ist erneut eskaliert und treibt die Ölpreise nahe an 100 Dollar. Dieser Anstieg erzeugt neuen inflationären Druck, der eine Zinserhöhung im September erwarten lässt, mit Auswirkungen auf Wohnungsbaudarlehen, Familiensparguthaben und Produktionskosten der Unternehmen. Die Investoren befürchten, dass die steigenden Energiepreise die globale Inflation anheizen könnten, was die Zentralbanken zu Zinserhöhungen veranlassen könnte.
Die Staatsanleihenzinsen schießen in der Eurozone, Großbritannien und Japan in die Höhe, angetrieben durch steigende Ölpreise und die Erwartung weiterer Zinserhöhungen durch EZB und Fed. Mit dem Exodus der Investoren und dem massiven Verkauf von Anleihen erreichten die Renditen der Staatsanleihen 15-Jahres-Hochs. Die Verkaufswelle weltweit führte Anfang September dazu, dass die Finanzierungskosten Deutschlands auf den höchsten Stand seit 15 Jahren stiegen, wobei Frankreich, Italien und die Niederlande ebenfalls starke Anstiege verzeichneten. Auch die Rendite der japanischen 10-jährigen Staatsanleihe erreichte erstmals seit 1996 3%.
Portugal war keine Ausnahme, wobei die Staatsanleihenzinsen am Dienstag den höchsten Wert des letzten Jahrzehnts erreichten, mit einem Anstieg von mehr als drei Basispunkten




