Die Europäische Union sieht sich keinem unmittelbaren Risiko für die Sicherheit der Gasversorgung gegenüber, obwohl die Speicherstände unter den in früheren Jahren verzeichneten Werten liegen. Die Bewertung wurde während einer Sitzung der Koordinierungsgruppe Gas vorgenommen, die Experten der Kommission und der Mitgliedstaaten zusammenbrachte, um die Situation der Energiemärkte und die Vorbereitungen für den kommenden Winter zu analysieren.
Nach Angaben Brüssels ist die EU besser vorbereitet als 2021 und 2022, dank der größeren Diversifizierung der Versorgungsquellen, der Erhöhung der Importkapazitäten für verflüssigtes Erdgas und der Senkung der Gasnachfrage. Die Europäische Kommission weist darauf hin, dass die EU auf der Grundlage historischer Projektionen auf dem richtigen Weg ist, ein angemessenes Vorbereitungsniveau für den Winter zu erreichen.
Die internationale Lage bleibt von Unsicherheit geprägt. Der Nahe Osten bleibt instabil und die LNG-Produktion Katars ist weiterhin ausgesetzt, während die jüngsten Hitzewellen in Europa zu einem erhöhten Gasverbrauch für die Stromerzeugung beigetragen haben. Diese geopolitische Instabilität sorgt weiterhin für eine starke Volatilität der Energiepreise.
Daten der Gas Infrastructure Europe zeigen, dass die Gasspeicher in der EU zu 65,85% gefüllt waren. Portugal ist eine Ausnahme mit einem der höchsten Reserveniveaus in der EU, mit einem Anteil von 93,08%, nach Polen mit 94,25%. Eine neue Sitzung der Koordinierungsgruppe Gas ist für den 24. September geplant.




