Der Meinungsartikel „Die zwei Wege, den Tourismus zu töten" wurde von Antonio Jorge Costa, Präsident des IPDT – Tourism Intelligence, verfasst und ursprünglich auf der Website Publituris.pt veröffentlicht. Der Text behandelt die Bedeutung des Tourismus für Portugal und die Wege, die seine Zukunft gefährden können.
Der Autor nutzt die Frage „Und wenn der Tourismus enden würde?" als Übung, um die Dimension des Sektors zu messen. Laut Daten der Satellitenrechnung des Tourismus des INE stellte der Tourismus im Jahr 2024 rund 12% des nationalen BIP dar und war die wichtigste Exporttätigkeit des Landes, die wirtschaftliche Aktivität, Beschäftigung, Investitionen und Chancen für Tausende von Familien aufrechterhielt.
Costa identifiziert zwei Wege, den Tourismus zu schwächen: durch vereinfachende Diskurse, die seine Vorteile ignorieren, oder durch grenzenloses Wachstum, übermäßigen Druck auf die Ressourcen und Besessenheit von Zahlen zulasten des geschaffenen Werts. Der Autor vertritt die Ansicht, dass der Unterschied nicht im Tourismus selbst liegt, sondern in der Art und Weise, wie er gemanagt wird, und dass das Gleichgewicht zwischen Einwohnern, Besuchern, Unternehmen und Territorium nicht verordnet, sondern durch informierte Entscheidungen und ständige Überwachung aufgebaut wird.
Die eigentliche Herausforderung für Portugal besteht laut Artikel nicht darin, mehr Touristen um jeden Preis anzuziehen noch den Tourismus zu bremsen, sondern mehr Wert pro Besucher zu schaffen, die Touristenströme besser über das Territorium und das Jahr zu verteilen, die einzigartigen Ressourcen jedes Reiseziels zu schützen und sicherzustellen, dass die Vorteile bei den lokalen Gemeinschaften ankommen. Der Autor schließt mit der Feststellung, dass der Tourismus nicht durch einen Überschuss oder einen Mangel an Touristen sterben wird, sondern an dem Tag, an dem er vergisst, wozu er da ist.




