Vor 37 Jahren, am 3. September 1989, stürzte Flug 254 der Varig in den Amazonaswald ab, nachdem er während der Strecke zwischen Marabá und Belém in Pará stundenlang verirrt war. Die Boeing 737 mit 54 Personen an Bord sollte die Strecke in weniger als einer Stunde zurücklegen. Insgesamt 12 Personen kamen ums Leben und 42 überlebten.
Der Routenfehler wurde durch eine fehlerhafte Interpretation der Kursangabe verursacht. In Marabá gab der Flugplan den Kurs nach Belém als „0270" an, der als 027,0 Grad hätte gelesen werden sollen. Die Piloten interpretierten ihn jedoch als 270 Grad und ließen das Flugzeug nach Westen starten, obwohl es nach Nordosten hätte fliegen sollen.
Kommandant César Augusto Padula Garcez und Kopilot Nilson de Souza Zille übernahmen das Kommando erst im letzten Abschnitt. Das Flugzeug war an diesem Morgen in Guarulhos gestartet und hatte Zwischenstopps in Uberaba, Uberlândia, Goiânia, Brasília, Imperatriz und Marabá eingelegt. Ohne GPS oder Trägheitsnavigationssystem war die Besatzung auf einfachere Instrumente angewiesen, was zur Verschlechterung der Situation beitrug.




