Die Bundespolizei enthüllte eine Freundschaftsbeziehung zwischen dem ehemaligen Gouverneur von Rio, Cláudio Castro, und dem Unternehmer Ricardo Magro, Eigentümer der Grupo Refit (ehemalige Raffinerie Manguinhos), der eines Geldwäsche-Systems beschuldigt wird. Der Richter des Obersten Gerichtshofs, Alexandre de Moraes, hob die Vertraulichkeit der Ermittlungen der Operation Sem Refino 2 auf. Der Unternehmer Ricardo Magro gilt als flüchtig.
Die Ermittlungen zeigen, dass Cláudio Castro direkte Vorteile im Geldwäsche-Schema der Refit erzielte. Die Untersuchung des Handys des ehemaligen Gouverneurs, das im Mai beschlagnahmt wurde, stellte direkte Gespräche zwischen beiden wieder her. Die von der Bundespolizei extrahierten Daten zeigen auch, dass Castro und Staatssekretäre direkte Kommunikationskanäle mit dem Unternehmer unterhielten.
Nach einer Reise von Castro nach New York, wo er sich mit Magro traf, schickte der Unternehmer eine Nachricht, in der er sich für die Anwesenheit des Politikers bedankte. Castro antwortete: "Ricardo, ich danke dir. Hier hast du einen Freund, das sollst du wissen." Die Nachrichten widersprechen der früheren Version des ehemaligen Gouverneurs, der zum Zeitpunkt der Operation jede Beteiligung an Magro bestritten hatte.




