Die Kampagne Gelber September kehrt jedes Jahr im September zurück und besetzt soziale Netzwerke, Unternehmen, Schulen, Praxen und institutionelle Kampagnen. Das Ziel ist es, das Gespräch über Suizidprävention zu erweitern, das Stigma zu verringern und die Suche nach Hilfe zu fördern. Laut Daten der ABP (Associação Brasileira de Psiquiatria) und des CFM (Conselho Federal de Medicina) verzeichnet Brasilien etwa 14.000 Suizide pro Jahr, mehr als 38 Fälle pro Tag. Epidemiologische Bulletin des Gesundheitsministeriums, basierend auf dem SIM (Sistema de Informações sobre Mortalidade) des DATASUS, zeigen konsolidierte Zahlen zwischen 14.000 und 15.500 Todesfällen pro Jahr nach Anpassungen wegen Untererfassung.
Der Psychologe Rodrigo Toledo analysiert die Vor- und Nachteile der Kampagne. In den letzten Jahren hat sich auch eine andere Diskussion Raum verschafft: Fachleute, Forscher, trauernde Menschen und Gruppen, die nicht die Prävention selbst in Frage stellen, sondern die Art und Weise, wie der Gelbe September durchgeführt wird. Der Artikel weist darauf hin, dass ein Teil der Kritik nicht die Notwendigkeit der Prävention hinterfragt, sondern die von der Kampagne verwendeten Methoden.




