Brasilien, die Wahl, die wir fühlenFoto von Geancarlo Peruzzolo auf Pexels
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Brasilien, die Wahl, die wir fühlen

Jornal Económico4. September 2026 um 00:14

Die Brasilianer gehen am 4. Oktober zu den Urnen, um den nächsten Präsidenten zu wählen, in einer Wahl, die in Portugal die Kategorie einer internationalen Nachricht überschreitet und laut dem Artikel zu einem „Drama" im eigenen Land wird. Keine andere ausländische Wahl wird in Portugal so intensiv diskutiert wie die brasilianische, und sie wird auf den Terrassencafés als Angelegenheit nationalen Interesses behandelt.

Die Exposition Portugals gegenüber Brasilien ist substantial und konkret. In Portugal leben 574.000 Brasilianer und bilden damit die größte ausländische Gemeinschaft im Land. Im Unternehmensbereich hat Galp mehr als fünf Milliarden Euro in Brasilien investiert, EDP plant Investitionen von 1,56 Milliarden bis 2028, und Mota-Engil hält ein Rekordportfolio an Projekten, das den Hafen von Santos-Guarujá und Straßenkonzessionen umfasst.

Der Artikel hebt auch den Unterschied in der Herangehensweise der wichtigsten Kandidaten in Bezug auf Portugal hervor. Lula, als abgenutzt beschrieben und alles andere als neu, behandelt Portugal weiterhin als wirtschaftlichen, kulturellen Partner und als Brücke nach Europa. Der Bolsonarismus hingegen sucht Validierung in Washington, mit einem amerikanischen politischen Imaginären anstelle eines atlantischen, was diplomatische und kommerzielle Implikationen für Lissabon hat.

Der Mercosur taucht als weitere relevante Dimension für Portugal auf und stellt einen Marktzugang für portugiesische Exporte dar. Der nächste brasilianische Präsident wird mitentscheiden, ob diese Handelsöffnung vertieft wird oder ob der Populismus sie in ein Hindernis verwandelt. Der Artikel schließt mit der Feststellung, dass Portugal unabhängig davon, wer gewinnt, die Konsequenzen in Bezug auf Wechselkurs, Konzessionen, Vertrauen und Spielregeln erben wird.

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