Das Justizministerium bestätigte das Budget von rund 144.000 Euro, das der Polícia Judiciária für die Vernichtung der bei der „Operação Pacoba" beschlagnahmten Chemikalien zugewiesen wurde, und erklärte, dass die 62 beschlagnahmten Fässer mit einer Kapazität von je 200 Litern Ethylacetat und Hexan enthielten. Der Betrag von 144.456,93 Euro, inklusive MwSt., wurde von der Firma AMBIMED - Gestão Ambiental Lda im Jahr 2025 vorgelegt, und die PJ verfügte nicht über diesen Betrag in ihrem Budget, ohne ihre normale Tätigkeit zu gefährden.
Die Regierung reagierte auf Fragen der Chega-Fraktion im Parlament und erklärte, dass 2026 drei weitere Unternehmen für die Vernichtung der Produkte konsultiert wurden: Veolia Portugal, ECODEAL - Gestão Integral de Resíduos Industriais und EGEO - Tecnologia e Ambiente SA. Das Justizministerium erklärte ferner, dass das Budget der PJ keine spezifische Zuweisung für die Vernichtung beschlagnahmter Chemikalien oder gefährlicher Produkte hat, da diese Ausgabe unter die Rubrik „Andere spezialisierte Arbeiten" fällt, die budgetären Einschränkungen unterliegt.
Luís Neves, derzeitiger Minister für innere Verwaltung und ehemaliger nationaler Direktor der PJ, ist eine der zentralen Figuren in dieser Kontroverse. Auf der Pressekonferenz im Juli erklärte Neves, dass die PJ ein Budget von 150.000 Euro für die Vernichtung der Chemikalien erhalten habe. Auf seine Entscheidung hin wurde der Anhänger mit den beschlagnahmten Chemikalien dem Unternehmer João Carvalho aus Barcelos übergeben, einem persönlichen Freund von Neves, der 17 Aufträge bei der PJ erhielt und von Neves für Arbeiten an einem Grundstück in Odemira beauftragt wurde.
Das Justizministerium teilte mit, dass ein eigenes Verfahren läuft, um die Gründe dafür zu ermitteln, warum die Vernichtungsgenehmigung nicht sofort ausgeführt wurde. Der Fall des Anhängers ist derzeit Gegenstand eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens der Staatsanwaltschaft, eines von drei Verfahren, die Luís Neves betreffen, wie der Generalstaatsanwalt bestätigte. Es gibt noch zwei weitere Fälle der Beschlagnahmung ähnlicher Produkte in geringeren Mengen, die auf den Abschluss der Beschaffungsverfahren für die Vernichtung warten.




