Das Europäische Gericht für Menschenrechte (EGMR) hat ein Urteil von drei Jahren Haft wegen Angriffs auf die staatlichen Institutionen aufgehoben, das 2015 von der Strafkammer des spanischen Obersten Gerichtshofs unter dem Vorsitz seines Präsidenten Manuel Marchena verhängt wurde.
Die Verurteilung stand im Zusammenhang mit dem Fall 'Aturem el Parlament', einer Protestaktion im katalanischen Parlament. Marchena hatte bei der Prüfung der Revision zuvor ein Urteil des Richters Ramón Sáez aufgehoben, der den Fall am Nationalen Gerichtshof bearbeitet hatte.
Nun hat der EGMR Marchenas Entscheidung umgestoßen und festgestellt, dass das Urteil des Obersten Gerichtshofs grundlegende Rechte verletzte. Das europäische Gericht war der Ansicht, dass die vom Obersten Gerichtshof verhängte strafrechtliche Verurteilung unverhältnismäßig war.
Dieser Fall wird als besonders schwerwiegend angesehen, da er den Präsidenten der Strafkammer des Obersten Gerichtshofs betrifft, dessen Entscheidung von einer internationalen Instanz aufgehoben wurde.




