"Irgendwann haben wir mehr Einwanderer als Menschen": André Venturas Aussage sorgt in den sozialen Netzwerken für GesprächsstoffFoto von Mateus Bonifacio de Ávila auf Pexels
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"Irgendwann haben wir mehr Einwanderer als Menschen": André Venturas Aussage sorgt in den sozialen Netzwerken für Gesprächsstoff

Postal do Algarve3. September 2026 um 20:00

Ein Screenshot einer Sendung von CNN Portugal kursiert in den sozialen Netzwerken mit einer Aussage von André Ventura, die Kritik hervorgerufen hat: "Irgendwann haben wir mehr Einwanderer als Menschen". Der Satz wurde tatsächlich vom Vorsitzenden der Partei Chega geäußert, aber es handelt sich nicht um eine aktuelle Erklärung — er wurde am 31. Mai 2024 während des Wahlkampfs für die Europawahlen getätigt, als Ventura vor einer Kundgebung in Setúbal vor Journalisten sprach.

Die vollständige Transkription der Nachrichtenagentur Efe zeigt, dass Ventura sich sofort unterbrach und den Satz umformulierte: "Sonst haben wir irgendwann mehr Einwanderer als Menschen… als Portugiesen, und ich glaube, das ist nicht gut." Der kursierende Screenshot zeigt nur die erste Formulierung und lässt die Fortsetzung weg, die den Sinn der Aussage verändert.

An diesem Tag sprach Ventura über die Einwanderungspolitik und die Akkumulation ausstehender Verfahren bei der Agentur für Integration, Migration und Asyl (AIMA) und verwies auf die Existenz von etwa 500.000 laufenden Anträgen. Er forderte "eine Aussetzung der Einreise in das Land, bis die Einwanderer, die hier regularizationbedürftig sind, regularisiert sind", ein Vorschlag, der auch als Resolutionsentwurf im Parlament eingebracht, aber im Juni 2024 abgelehnt wurde.

Die Veröffentlichung ist nicht erfunden, da Ventura die wiedergegebenen Worte tatsächlich sagte, aber sie wird aus dem Kontext gerissen, indem weder das Datum noch die sofortige Umformulierung des Satzes offengelegt werden. Der vollständige Kontext zeigt, dass es sich um eine Rede während des Europawahlkampfs handelte, in der der Chef der Partei Chega eine vorübergehende Beschränkung der Einreise von Drittstaatsangehörigen forderte, während Hunderttausende ausstehende Verfahren auf ihre Erledigung warteten.

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