Das Plenum der Abgeordnetenkammer hat am Donnerstag den Grundtext der provisorischen Maßnahme genehmigt, die die „Blusinhas"-Steuer abschafft, die 20%ige Gebühr auf internationale Einkäufe bis zu 50 US-Dollar. Die Aufnahme der MP auf die Tagesordnung war durch eine politische Vereinbarung zwischen der Führung der Legislative und dem Palácio do Planalto möglich. Die Abgeordneten analysieren noch Änderungsvorschläge, bevor der Text an den Senat weitergeleitet wird.
Die Maßnahme stellt eines der wichtigsten Wahlversprechen von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva (PT) für die Wiederwahlkampagne dar. Das Thema sorgte im Jahr 2025 für interne Spaltungen im Palácio do Planalto und stellte Minister auf unterschiedliche Seiten der Frage.
Auf der einen Seite zeigte der damalige Finanzminister Fernando Haddad Besorgnis über einen möglichen Imageschaden beim produzierenden Gewerbe, falls die Steuer abgeschafft würde. Auf der anderen Seite verteidigte Minister Sidonio Palmeira von der Präsidialkanzlei für soziale Kommunikation (Secom) die Abschaffung der Gebühr als Mittel zur Gewinnung von Wählerunterstützung.
Angesichts der Einschätzung, dass die Beibehaltung der Gebühr Lula bei den Wahlen schaden könnte, wurde die Maßnahme in diesem Jahr umgekehrt, was in der Genehmigung des Grundtextes durch die Abgeordnetenkammer mündete.




