Die Parteien Livre, PCP und BE warfen dem Chega vor, nicht an Aufklärungen durch Innenminister Luís Neves über die Situation in der São-João-Nacht in Porto interessiert zu sein, wo Dutzende von Menschen nach Zusammenstößen zwischen PSP-Beamten und Einwohnern festgenommen wurden. Die Kritik kam auf, nachdem die Chega-Partei einen Antrag der PS abgelehnt hatte, der eine Anhörung des Ministers im Parlament forderte.
Minister Luís Neves hatte eine Anhörung im Verfassungsausschuss für Verfassungsfragen, Rechte, Freiheiten und Garantien beantragt, um Aufklärungen über die Ereignisse der São-João-Nacht zu geben. Allerdings zog es Chega vor, einen Misstrauensantrag gegen die Regierung einzureichen, anstatt die Anhörungsanfrage des Ministers zu unterstützen.
Die Fraktionsvorsitzenden trafen sich am Donnerstag und beschlossen, dass der Misstrauensantrag des Chega gegen die Regierung am 8. September nachmittags diskutiert werden wird. Dieser Misstrauensantrag dient als politisches Instrument der Partei, um das Handeln der Regierung im Anschluss an die Vorfälle in Porto in Frage zu stellen.
Das BE vertrat die Ansicht, dass Chega die Anhörung von Luís Neves hätte akzeptieren sollen, um Antworten über das polizeiliche Vorgehen in der São-João-Nacht zu erhalten, anstatt den Weg des Misstrauensantrags zu wählen. Das PCP hingegen war der Meinung, dass die Partei von André Ventura kein genuines Interesse an Aufklärungen hat und den Misstrauensantrag als Instrument politischer Show nutzt.




