In den letzten Wochen war Portugal Zeuge dessen, was der Autor Edgar Torrão als eine „Implosion" des Prozesses der nationalen Prüfungen und des Zugangs zum Hochschulwesen beschreibt. Der Artikel zeichnet eine chaotische Situation nach, bei der technische Mängel auf der digitalen Plattform Eduqa auftraten, darunter verschwundene Prüfungen, fehlende Fortsetzungsblätter, Vertauschung von Fragen zwischen Schülern und Änderungen von Noten. Der Minister für Bildung, Wissenschaft und Innovation (MECI) wird scharf dafür kritisiert, zunächst Dritte für die Mängel verantwortlich gemacht zu haben, und dafür, dass er auf Unterstützer zurückgegriffen hat, die „göttliche Eingebung" beschworen oder von „Sabotage" sprachen, anstatt Verantwortung zu übernehmen.
Edgar Torrão, Autor des Artikels, sandte am 24. Juli ein Schreiben an das MECI, in dem er seine tiefe Besorgnis über die entstandene Instabilität und Unsicherheit zum Ausdruck brachte. In dem Brief argumentiert er, dass die Behauptung des Ministers, „kein Schüler wird benachteiligt", eine Täuschung ist, da das System die Kontrolle verloren hat und nicht ordnungsgemäß geprüft werden kann. Torrão warnt, dass Schüler, die möglicherweise von den Mängeln profitiert haben, keine Überprüfung beantragen würden, was es unmöglich macht, sicherzustellen, dass niemand benachteiligt wurde.
Der Autor schlägt zwei Lösungen vor: die außerordentliche Annullierung der nationalen Prüfungen für die Zwecke des Hochschulzugangs, wodurch die Schüler auf Basis der internen Noten der Schulen konkurrieren könnten; oder alternativ sicherzustellen, dass jeder Studierende mit der besten erzielten Note, unabhängig von der Phase, in der sie erreicht wurde, an der ersten Phase des nationalen Wettbewerbs teilnehmen kann. Torrão vertritt die Ansicht, dass diese Maßnahmen erforderlich sind, um Gerechtigkeit und Gleichheit wiederherzustellen, und dass die Aufrechterhaltung des Kalenders und der Regeln, als wäre nichts geschehen, bedeuten würde, das Risiko eines fehlerhaften Prozesses auf die Schüler zu übertragen.
Der Artikel schließt mit einer Kritik am fehlenden Eingreifen sowohl der Regierung als auch der Opposition, die laut dem Autor mehr am „Fernsehdrama




