Ein im Zeitung A Voz de Trás-os-Montes veröffentlichter Kommentar kritisiert heftig diejenigen, die die Verleumdung zu einer Glaubenslehre gemacht haben. Der Artikel beschreibt Menschen, die weder aufbauen noch Lösungen präsentieren, sondern sich dem Kommentieren, Misstrauen und Spalten widmen, ohne der Versuchung zu erliegen, über andere zu sprechen. Der Text beschreibt diese Existenz als eine „ sentimentale Buchhaltung der Politik", die erschöpfend und zutiefst nutzlos ist.
Der Artikel hebt ein faszinierendes Merkmal der Verleumdung hervor: ihre Fähigkeit, sich als moralische Überlegenheit zu tarnen. Der Verleumder sagt niemals einfach nur schlecht, sondern immer, nach eigener Aussage, Prinzipien verteidigt, Institutionen schützt, Ethik fordert oder Parteien rettet. Diese Tarnung des unverstandenen öffentlichen Dienstes ermöglicht es, dass die Kritik unter einer Fassade der Legitimität aufrechterhalten wird.
Das zentrale identifizierte Problem ist, dass die Verleumdung ihre Wirksamkeit verliert, wenn sie nicht mehr Empörung hervorruft, sondern nur noch Gleichgültigkeit. Der Artikel argumentiert, dass hinter so viel Dramatik keine Idee, kein Projekt, keine Mobilisierungsfähigkeit, keine echte Alternative steckt. Es gibt Menschen, die Jahre lang überzeugt sind, die Hauptrolle zu spielen, wenn in Wirklichkeit das Publikum längst gegangen ist. Die Politik bleibt bei den Menschen, die arbeiten, Teams organisieren, Vorschläge präsentieren und versuchen, Altern




