Eine Meinungsverschiedenheit zwischen chinesischen und amerikanischen Amtsträgern während eines Treffens der Finanzchefs der Gruppe der 20 (G-20) drehte sich weitgehend um ein einziges Wort, wie mit den Verhandlungen vertraute Personen berichteten. Der US-Finanzminister Scott Bessent beschuldigte am Dienstag öffentlich chinesische Amtsträger, die Gruppe daran gehindert zu haben, nach dem zweitägigen Treffen in Asheville, North Carolina, ein gemeinsames Kommuniqué herauszugeben.
Die amerikanische Seite führte die Sackgasse auf Meinungsverschiedenheiten über die verwendete Sprache in Fragen zurück, die von kritischen Mineralien bis zur Schuldumstrukturierung reichten. Der Hauptpunkt der Uneinigkeit war jedoch die Aufnahme des Ausdrucks „nicht marktorientiert" (non-market) in einem Satz, der sich mit Handelsungleichgewichten befasste, so die Quellen, die um Anonymität baten, da sie private Angelegenheiten erörterten.
Diesen Personen zufolge betrachteten chinesische Amtsträger den Begriff als versteckten Angriff auf staatliche Unternehmen, die einen erheblichen Teil der Wirtschaft des Landes ausmachen. Die Spannung zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt manifestierte sich in diesem internationalen Szenario erneut und verdeutlichte die Schwierigkeiten, selbst in multilateralen Foren Konsens zu erzielen.




