Der portugiesische Premierminister Luís Montenegro erklärte am Dienstag, dass er nach wie vor vollständiges Vertrauen in den TAP-Präsidenten Manuel Neves habe, trotz der Kritik, die hinsichtlich des Managements der Fluggesellschaft aufgekommen ist. Montenegro sagte, er sei in dieser Angelegenheit "ruhig" und erklärte, dass er nicht regiere, um Kommentatoren zu gefallen.
Montenegro reagierte auch auf die Kritik des Chega-Führers André Ventura, indem er ihm vorwarf, sich "mit politischen Spielchen zu beschäftigen", und suggerierte, dass die rechtsextreme Partei "kein Staatsbewusstsein" habe. Diese Position ergibt sich im Kontext einer besonders intensiven Woche im Parlament, in der die PSD von Seiten der Opposition unter Beschuss stand.
Die politische Spannung verschärfte sich nach den Parlamentswahlen im März, die der PSD einen deutlichen Sieg bescherten, aber ohne absolute Mehrheit. Montenegro regiert in der Minderheit, was die Partei zu ständigen Verhandlungen mit den anderen Parteien gezwungen hat, einschließlich der Chega, albeit ohne formelle Regierungsabkommen.
Der Premierminister betonte, dass seine Entscheidungen auf Grundlage des nationalen Interesses getroffen werden und nicht je nach den Meinungen der politischen Analysten, und bekräftigte damit seine Haltung der Unabhängigkeit gegenüber externer Kritik.




