Papst Leo XIV. empfing heute in der Bibliothek des Apostolischen Palastes die Mitglieder der Konferenz der Lateinischen Bischöfe in den Arabischen Regionen (CELRA) und warnte vor den Auswirkungen der Gewalt auf die christlichen Gemeinschaften der Region. Während der Audienz, die heute Morgen in der Vatikanstadt stattfand, ermahnte der Pontifex die Bischöfe, den Fatalismus angesichts der Konflikte zurückzuweisen und ihre Pfarreien in Schutzburgen für Minderheiten und Migranten zu verwandeln.
In seiner Ansprache gedachte Leo XIV. der Ordensleute, die im Jemen, im Irak und in Syrien ermordet wurden, und betonte, dass ihre Treue zum Evangelium ein Licht und eine Einladung bleibt, sich weder der Angst noch dem Fatalismus zu ergeben. Der Papst betonte, dass die christlichen Gemeinschaften zeigen müssen, dass es möglich ist, gemeinsam zu leben, zu dienen und zu hoffen im Herzen von Gesellschaften, die von Konflikten und Spaltungen geprägt sind.
Der Pontifex äußerte besondere Sorge um die Migranten, die in Isolation und Prekarität in den Golfstaaten leben, und bat darum, dass die lokalen Strukturen Häuser sein mögen, in denen sich niemand als Fremder fühlt. Leo XIV. stellte klar, dass Dialog nicht bedeutet, die eigene Identität aufzugeben, sondern sie ohne Angst vor der Begegnung zu leben, und vertrat die Ansicht, dass Gesten der interreligiösen Achtung einen Schritt in Richtung Frieden darstellen.
Die CELRA zählt Vertreter aus Ländern wie Ägypten, Syrien, dem Irak, dem Libanon, Jordanien, Palästina, Israel, Zypern, Dschibuti, Somalia und der Arabischen Halbinsel. Der Papst erinnerte daran, dass die wahre pastorale Aufgabe nicht einfach darin besteht, eine christliche Präsenz zu bewahren, sondern Christus präsent zu machen, und forderte die Kirche heraus, diese Mission durch Krankenhäuser, Schulen und karitative Werke zu verwirklichen.




