Der Bürgermeister der Stadt Lissabon, Carlos Moedas, weihte eine Gedenkstätte zur Ehre der Opfer der Glória-Standseilbahn ein, ein Gerät, das im Stadtzentrum Tote und Verletzte verursachte. Die Einweihungszeremonie fand im Anschluss an eine öffentliche Anklage statt, die von den Angehörigen der Opfer erhoben wurde und die die Behörden eines "Jahres des Schweigens" seit der Tragödie beschuldigten.
Die Angehörigen der Opfer unterzeichneten einen offenen Brief, in dem sie sich über den Mangel an Unterstützung seitens der zuständigen Stellen beschwerten. In dem Brief drückten die Angehörigen ihre Unzufriedenheit mit der Art und Weise aus, wie sie im vergangenen Jahr behandelt worden waren.
Als Journalisten Carlos Moedas zum Inhalt des offenen Briefes der Angehörigen befragten, weigerte er sich, einen Kommentar abzugeben. Der Bürgermeister ging nicht auf die von den Angehörigen vorgebrachten Kritikpunkte bezüglich fehlender Unterstützung und Betreuung ein.
Die Glória-Standseilbahn ist eine der historischen öffentlichen Standseilbahnen von Lissabon und liegt im Gebiet Baixa-Chiado. Der Unfall, der Anlass für diese Gedenkstätte war, forderte Todesopfer und Verletzte und erzeugte große öffentliche Anteilnahme in der portugiesischen Hauptstadt.



