Am 19. August kommentierte der Papst in seiner Audienz das sechste Kapitel, das der sakralen Musik gewidmet ist. Der Papst weist darauf hin, dass die Musik Teil der liturgischen Handlung ist und kein bloßer Schmuck der Feier. In der Liturgie bedeutet Singen Beten, wobei das Herz mit dem der anderen und mit Gott in Einklang gebracht wird, in der aktiven Teilnahme am gefeierten Geheimnis. Die Gesänge sind Gebet und Dialog mit Gott und sollen die Gemeinschaft aller fördern, sie dienen nicht dazu, abzulenken oder zu unterhalten.
Der Papst fordert, dass die Gesänge dem feierlichen Moment entsprechen und nicht deshalb ausgewählt werden sollten, weil sie dem Ohr angenehm sind, sondern weil sie für das Hören des Wortes dieses Tages oder für das Fest, das gefeiert wird, angemessen sind. Außerdem muss die melodische Form edel und gleichzeitig einfach sein, von hoher musikalischer Qualität und leicht ausführbar, vor allem wenn sie von der gesamten Gemeinde gesungen werden soll.
Die Chorgruppen müssen darauf achten, der Gemeinde zu dienen, denn die Messe ist kein Konzert und die Gemeinde ist kein Publikum. Einer der schönsten Momente der Feiern ist es, die gesamte Gemeinde zu sehen, wie sie lebhaft einen Gesang anstimmt, und es ist sinnlos, allzu elaborierte und schwierige Gesänge zu wählen, die die Menschen vom Singen abhalten.
Der Papst empfiehlt ferner, dass die Texte angemessen, tiefgründig und leicht verständlich sein sollen, die hauptsächlich von der Heiligen Schrift, den liturgischen Büchern und der geistlichen Tradition der Kirche inspiriert sind. Dem Artikel zufolge sind viele Texte und Bearbeitungen leichter Musik in der Liturgie im Umlauf, die nicht gesungen werden sollten, da sie wenig oder nichts über Gott, Christus und die Kirche aussagen.




