Finnland führt das größte Zivilschutzmanöver in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg durch. Bei dem Manöver werden Szenarien russischer Angriffe, Strahlungssituationen simuliert und Tausende von Menschen in Bunkern im gesamten Land einbezogen.
Die finnische Regierung beschloss dieses Großmanöver nach Jahrzehnten militärischer Bündnisfreiheit. Finnland trat der NATO nach der russischen Invasion in der Ukraine in großem Maßstab bei und festigte damit seine Integration in die westliche Verteidigungsstruktur.
Das Manöver umfasst die Simulation von Luftangriffen und Notfallsituationen, die die Bevölkerung zwingen, unterirdischen Schutz zu suchen. Die finnischen Behörden nutzen die bunkerinfrastruktur, die während des Kalten Krieges gebaut wurde und noch einsatzfähig ist.
Dieses Ereignis markiert eine signifikante Veränderung in der finnischen Verteidigungspolitik, die jahrzehntelang eine Haltung der Bündnisfreiheit mit militärischen Blöcken wahrte. Die Entscheidung, der NATO beizutreten und Großmanöver im Bereich des Zivilschutzes durchzuführen, spiegelt die neuen Sicherheitsbedenken des Landes angesichts des aktuellen geopolitischen Kontextes in Europa wider.



