Ana Cristina Santos, Forscherin am Zentrum für Sozialstudien der Universität Coimbra, wurde bis 2028 zur Präsidentin der Europäischen Gesellschaft für Soziologie (ESA) gewählt. Die Wahl fand während des 17. ESA-Kongresses statt, der vom 25. bis 28. August an der Universität Warschau abgehalten wurde und achtunddreißig Forschungsnetzwerke sowie über 3.000 Mitglieder zusammenbrachte.
Die Europäische Gesellschaft für Soziologie, 1994 gegründet, hat zum Ziel, die soziologische Forschung, Lehre und den Austausch zwischen Studierenden und Fachleuten der Soziologie zu fördern. Die Präsidentschaft der ESA stellt eine international renommierte wissenschaftliche Position dar, die Einfluss auf die Festlegung wissenschaftlicher Prioritäten und die Stimme der Soziologie in europäischen Debatten und Politiken hat.
Ana Cristina Santos ist Soziologin, promoviert in Geschlechterstudien an der Universität Leeds und leitende Forscherin mit Habilitation in Menschenrechten. An der Universität Coimbra leitet sie die Thematische Linie Demokratie, Gerechtigkeit und Menschenrechte und koordiniert das Doktoratsprogramm in Feministischen und Queer-Studien. Sie hat umfangreich publiziert und mehrere Projekte zu LGBTQI+-Themen, Körper, Bürgerschaft und Altern geleitet, darunter zwei Förderungen des Europäischen Forschungsrates.
Die Soziologin warnte vor den aktuellen Herausforderungen für die Demokratie und die Wissenschaft und erklärte, dass die Soziologie ein Leuchtfeuer der Gerechtigkeit, Vielfalt und Würde sein sollte. Sie verteidigte die Erstellung rigorosen und kritischen Wissens zur Information inklusiver öffentlicher Politiken und zur Bekämp



