Das Konzept der „intelligenten Fabrik" ist heute eines der meistdiskutierten Themen in der Industrie, obwohl es nicht immer eine konkrete Definition gibt. Carlos Mugeiro, Plant Manager bei Purem, erklärte im Podcast Work Around, in Partnerschaft mit Gi Group Onsite, dass es nicht ausreicht, moderne Fabriken zu haben, wenn diese weiterhin als isolierte Inseln operieren. Das Rezept basiert auf drei wesentlichen Zutaten: Echtzeit-Konnektivität zwischen Maschinen, Systemen und Menschen, mit Auswirkungen auf Bereiche wie Qualität, Wartung und Produktivität.
Bei Purem ermöglichte diese Verknüpfung die Umsetzung von Projekten wie der Rückverfolgbarkeit der Produktion und einer prädiktiven Wartung basierend auf Echtzeitdaten jedes Geräts. Carlos Mugeiro betonte, dass in den über 20 Fabriken des Unternehmens der Produktionstag nun mit einem Dashboard und nicht mehr mit einer Klemmtafel und einem Blatt Papier beginnt.
Diese Transformation verändert auch die gesuchten Kompetenzen. Tiago Pacheco, Senior Business Director bei Gi Group Onsite, unterstrich, dass digitale Kompetenz, Interaktion mit Maschinen und das Verständnis von Dashboards zunehmend notwendige Fähigkeiten für Bediener in der Produktion sind. Hinzu kommt der Mangel an technischen Profilen in den Bereichen Robotik, Mechatronik und Daten, die auf dem Markt schwer zu finden sind.
Die größte Herausforderung liegt, so die Experten, bei den Menschen und den Führungsstrukturen. Carlos Mugeiro warnte, dass der größte Fehler darin besteht zu glauben, dass die intelligente Fabrik nur ein technologischer Prozess ist, und vertrat die Ansicht, dass die wahre Investition darin besteht, den Menschen Zeit und Vertrauen zu geben. Purem hat sein Schulungszentrum neu gestaltet, um auf die neue Realität zu reagieren, indem das Wissen älterer Arbeitnehmer wertgeschätzt wurde und ihnen Werkzeuge gegeben wurden, um die Angst vor neuen Technologien zu verlieren.




