Tali, Elli und Zeev sind drei Israelis, die im Ausland leben und die Flüge gebucht haben, um bei den nächsten Wahlen in Israel zu wählen. Der Grund ist einfach: Israel erlaubt keine Fernwahl, daher ist die einzige Möglichkeit, an der Abstimmung teilzunehmen, physisch ins Land zu reisen. Es handelt sich um eine erhebliche finanzielle Investition und ein Opfer, aber sie sagen, dass zu viel auf dem Spiel steht, um außen vor zu bleiben.
Die Bewegung, die diese Mobilisierung von Wählern fördert, heißt „Fly&Vote". Diese Bewegung hat unter den Israelis in der Diaspora, die ihr Wahlrecht ausüben möchten, aber mit der Unmöglichkeit konfrontiert sind, dies aus der Ferne zu tun, an Bedeutung gewonnen. Die vom Expresso kontaktierten Personen sagen, dass sie „aufgewacht" sind und dass ihre Lebensweise auf dem Spiel steht.
Die derzeitige israelische Regierung droht, die für die Bewegung „Fly&Vote" verantwortliche Organisation vor Gericht zu bringen, mit der Behauptung, dass ihre Aktivitäten möglicherweise illegal sein könnten. Allerdings ist nicht sicher, dass die Behörden tatsächlich illegale Handlungen nachweisen können, wenn es um die Mobilisierung von Wählern geht, die zum Wählen reisen. Die Rechtmäßigkeit dieser Initiative bleibt daher ungeklärt.



