Ein Gericht in Hongkong wies die Berufungen des 94-jährigen katholischen Kardinals Joseph Zen und vier weiterer Personen gegen ihre Verurteilungen zurück. Die Berufungen betrafen die Registrierung eines Fonds zur Unterstützung von Personen, die während der regierungskritischen Proteste 2019 festgenommen wurden.
Kardinal Joseph Zen, eine herausragende Figur der katholischen Welt und Aktivist in Hongkong, wurde wegen der Gründung und Registrierung eines humanitären Fonds verurteilt. Dieser Fonds sollte den Demonstranten, die während der prodemokratischen Proteste 2019 in der Sonderverwaltungsregion festgenommen wurden, rechtliche und finanzielle Unterstützung bieten.
Die Behörden von Hongkong betrachteten die Gründung und den Betrieb dieses Fonds als illegal, was zur Einleitung von Gerichtsverfahren gegen seine Verantwortlichen führte. Das Gericht in Hongkong bestätigte nun die Verurteilungen, indem es die von den Angeklagten eingelegten Berufungen zurückwies.
Der Fall des Kardinals Zen hat internationale Besorgnis ausgelöst, da er einen der bedeutendsten Prozesse gegen religiöse Persönlichkeiten und Aktivisten in der Region seit der Einführung des nationalen Sicherheitsgesetzes im Jahr 2020 darstellt.



