Ein Team portugiesischer und spanischer Forscher begleitete fast ein Jahrzehnt lang das marine Leben in Madeira und Porto Santo, um natürliche und künstliche Riffe zu vergleichen. Das Ziel der Wissenschaftler war es herauszufinden, ob vom Menschen geschaffene Strukturen, hauptsächlich versenkte Schiffe, ähnliche Funktionen wie natürliche geologische Formationen erfüllen können.
Die Schlussfolgerungen der Studie, veröffentlicht in der Zeitschrift Biodiversity and Conservation, waren eindeutig: Künstliche Strukturen tragen zur Bewahrung der marinen Artenvielfalt bei, ersetzen aber nicht die ökologische Komplexität natürlicher Riffe. Künstliche Riffe dienen als Unterstützung für das marine Leben, bilden aber die Umgebung natürlicher Systeme nicht vollständig ab.
Diese Forschung erstreckte sich über neun Jahre kontinuierlicher Überwachung, wodurch die Forscher einen tiefen Einblick in die Unterschiede zwischen den beiden Riffarten und deren Auswirkungen auf die lokale Artenvielfalt gewinnen konnten.




