Fünfeinhalb Kohleblöcke in zwei Wärmekraftwerken in Deutschland, die dem Stromriesen RWE Power gehören, mussten am Dienstag gegen acht Uhr abends vom Netz getrennt werden, nachdem ein Sabotageakt an einem Umspannwerk in Rommerskirchen nahe Köln verübt wurde. Obwohl die Stromversorgung der Verbraucher zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt wurde, entstand für eine Stunde eine Lücke von 4.200 Millionen Watt, die durch Reserven und alternative Quellen ausgeglichen wurde, was den sogenannten Abweichungspreis dennoch in die Höhe schnellen ließ.
Die Koinzidenz mit einem ähnlichen Vorfall, der Stunden zuvor am entgegengesetzten Ende des Landes passiert war, als Unbekannte Übertragungsleitungen mit selbstgebastelten Geschossen beschädigten und temporäre Abschaltungen in einem weiteren Kohlekraftwerk, in diesem Fall in Jänschwalde im Bundesland Brandenburg, erzwangen, lässt den Verdacht aufkommen, dass beide Vorfälle einen koordinierten Angriff mit Beteiligung einer ausländischen Macht darstellen.
Russland intensiviert die hybriden Angriffe auf Europa und macht sie zur neuen Normalität, entsprechend der im Artikel präsentierten Analyse. Die deutschen Behörden untersuchen die Möglichkeit, dass die beiden Angriffe miteinander in Verbindung stehen und von ausländischen Agenten verübt wurden, in einem Kontext zunehmender Spannungen zwischen Russland und den europäischen Ländern.




