Die Europäische Staatsanwaltschaft hat dem spanischen Justizsystem Informationen übermittelt, die in Portugal gesammelt wurden und auf die angebliche Veruntreuung von 27,9 Millionen Euro zwischen 2022 und 2024 im Rahmen des sogenannten „Kohlenwasserstoff-Falls" hinweisen. Das Schema soll portugiesische Briefkastenfirmen einbezogen haben, durch die das Geld geleitet wurde, um es zu waschen und anschließend an die beteiligten Unternehmer zurückzuzahlen.
Der Fall hat als Protagonist Víctor de Aldama, der bereits in dem Verfahren verurteilt wurde, das den ehemaligen Generaldirektor der Sozialversicherung Spaniens, einen ehemaligen Minister der Regierung von Pedro Sánchez, zu 24 Jahren Haft verurteilte. Aldama soll im Zentrum eines Korruptions- und Steuerhinterziehungsnetzwerks im Kraftstoffsektor gestanden haben.
Der geschätzte Schaden in Spanien im Zusammenhang mit diesem Betrugsnetzwerk beläuft sich auf 231 Millionen Euro. Die portugiesischen Unternehmer im Kraftstoffsektor sollen Briefkastenfirmen in Portugal genutzt haben, um die Geldwäscheoperation zu ermöglichen.




