Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für den zukünftigen Foupana-Staudamm, der in den Gemeinden Alcoutim und Castro Marim im Distrikt Faro geplant ist, befindet sich bis zum 12. Oktober in öffentlicher Anhörung. Die Infrastruktur, die für den Foupana-Bach im Einzugsgebiet des Guadiana-Flusses geplant ist, wird von der Vereinigung der Begünstigten des Bewässerungsplans des Sotavento do Algarve (ABPRSA) gefördert. Das Projekt umfasst den Bau des Staudamms, einen 4,6 Kilometer langen Verbindungstunnel zum Odeleite-Beliche-System sowie die entsprechenden Zufahrtsstraßen und Wiederherstellungsmaßnahmen.
Die Verwirklichung des Staudamms, dessen Möglichkeit seit den 70er Jahren erwähnt wurde, wird mit der Notwendigkeit begründet, die Wasserverfügbarkeit an der Algarve zu verbessern. Nach Analyse von drei möglichen Alternativen wurde eine verworfen, da sie sich vollständig innerhalb des Fauna-Flora-Habitat-Gebiets (FFH-Gebiet) des Guadiana befand. Es wurde empfohlen, den Standort entsprechend Achse 3 zu wählen, da dies die umweltfreundlichste Option darstellt, die den geringsten Stauseebereich ergibt und in größerer Entfernung von Schutzgebieten liegt. Der Stausee wird eine überflutete Fläche von 491 Hektar einnehmen und ein Gesamtfassungsvermögen von 99 Hektometern Kubik haben, wobei es sich um einen Erddamm mit zentraler Asphaltbetonmembran handeln wird.
Die UVP gibt an, dass die Umsetzung des Projekts sowohl in der Bauphase als auch in der Betriebsphase erhebliche negative Auswirkungen auf die Biodiversität und die Wasserressourcen haben wird, aufgrund der Veränderung des natürlichen Abflussregimes des Foupana-Bachs. Es sind Maßnahmen zur Minimierung und Kompensation vorgesehen, sowie Überwachungsprogramme für Oberflächenwasserressourcen, Sedimentretention, Vögel und Fauna sowie für den Iberischen Luchs aufgrund des Risikos von Wildunfällen auf der umliegenden IC27. Die 2021 von der APA in Auftrag gegebene Studie schätzte einen erforderlichen Investitionsbedarf zwischen 150 und 200 Millionen Euro.
Das Projekt darf erst nach Erteilung einer positiven oder positiv bedingten Umweltverträglichkeitserklärung lizenziert werden. Im April garantierte die Umwelt- und Energieministerin Maria da Graça Carvalho den Bau der Staudämme Foupana, Alportel, Girabolhos und Ocreza im Rahmen des Programms Portugal Transformation, Erholung und Resilienz.




