Die Arbeiterkommission der Nachrichtenagentur Lus(a) richtete ein Gesuch an den Präsidenten der portugiesischen Nationalversammlung, José Aguiar-Branco, er möge zu dem Stellung nehmen, was sie als „schwere Drohung" seitens des Abgeordneten Pedro Frazão klassifiziert. Die Kommission fordert eine formale Reaktion auf die Äußerungen des Parlamentariers.
Das Gesuch erfolgt im Anschluss an ein Video, das Pedro Frazão selbst in den sozialen Medien veröffentlicht hatte. In dem Video stellte der Abgeordnete und Vizepräsident der nationalen Führung der Partei Chega die Integrität der Journalisten von Lus(a) bei der Erstellung journalistischer Texte in Frage und bezweifelte die Unparteilichkeit und Professionalität der Nachrichtenagentur.
In demselben Video erwähnte Pedro Frazão zudem die Möglichkeit einer Schließung der Nachrichtenagentur, was eine direkte Bedrohung für die Existenz von Lus(a) darstellte. Diese Position des Chega-Parlamentariers löste starke Besorgnis unter den Arbeitern der Agentur aus.
Die Arbeiterkommission ist der Ansicht, dass die Äußerungen von Pedro Frazão einen Versuch der Einschüchterung und Diskreditierung der journalistischen Arbeit der Agentur darstellen, und appelliert daran, dass politische und institutionelle Persönlichkeiten sich gegen derartige Angriffe auf die Pressefreiheit und die Arbeit der Medienfachleute aussprechen.



