Am Mittwoch fand in Vila Viçosa eine technische Sitzung statt, die dem archäologischen Erbe der Gemeinde gewidmet war, organisiert vom Zentrum für Studien CECHAP, mit dem Ziel, die mögliche Klassifizierung von archäologischen Überresten von „großem Interesse" zu analysieren, die im Inneren eines Marmorsteinbruchs identifiziert wurden. Das Treffen vereinte verschiedene Stellen aus den Bereichen Erbe, Geologie, Archäologie und regionale Entwicklung, darunter den Vizepräsidenten der CCDR Alentejo, Henrique Sim-Sim, Techniker der Generaldirektion für Energie und Geologie, Archäologen der Universität Évora und Vertreter der Gemeindeverwaltung von Vila Viçosa.
Henrique Sim-Sim betonte, dass es den öffentlichen Stellen obliegt, diesen außergewöhnlichen Fund für die Gemeinde zu erhalten, und vertrat eine Herangehensweise, die Untersuchung und Schutz der Überreste mit ihrer Aufwertung und öffentlichen Nutzung in Einklang bringt. Der Verantwortliche wies darauf hin, dass die Aufwertung dieses Erbes eine Entwicklungsmöglichkeit für das Gebiet darstellen könnte, wobei die historische Erinnerung lebendig gehalten und das Potenzial eines Steinbruchs aus der Römerzeit für Besichtigungen genutzt werden soll.
Die Beteiligung der Universität Évora zielt darauf ab, das wissenschaftliche Wissen über die identifizierten Überreste zu vertiefen und zu ihrer angemessenen Bewertung beizutragen sowie die Entscheidungen zur Erhaltung und Klassifizierung zu untermauern. Die bereits identifizierten archäologischen Stätten wurden in das entsprechende Portal eingetragen, und es ist geplant, weitere im Gemeindegebiet referenzierte Standorte zu erfassen.
Zu den nächsten Schritten gehören die Bewertung des Klassifizierungsverfahrens, die Definition eines Erhaltungsplans und die Durchführung der erforderlichen Registrierungen für den Schutz und die Aufwertung des Erbes. Die Strategie zielt darauf ab, wissenschaftliches Wissen, denkmalschutzpflegerische Erhaltung und die wirtschaftliche Realität des Gebiets zu verbinden, was zur Stärkung des kulturellen und touristischen Angebots der Gemeinde beitragen kann, ohne die Bedeutung der Marmorindustrie für die lokale Wirtschaft zu vernachlässigen.




