Die Umweltministerin Maria da Graça Carvalho hat das Bestehen von Unzulänglichkeiten in der Anfangsphase des Volta-Systems anerkannt, des neuen Pfand- und Rückerstattungsmechanismus für Verpackungen, der seit April 2026 in Kraft ist. Aus Brüssel erklärte die Verantwortliche, dass es sich um einen komplexen Prozess handle, versicherte jedoch, dass die gemeldeten Anomalien analysiert und von Fall zu Fall behoben werden.
Zu den wichtigsten identifizierten Problemen gehört der Mangel an Sammelstellen, wobei die Ministerin die Dringlichkeit betonte, mehr Maschinen zu installieren, insbesondere hochkapazitäre, um die Nachfrage zu decken und die Ansammlung und das Ablegen von Verpackungen im öffentlichen Raum zu stoppen. Ebenfalls in Prüfung ist die Aufstellung spezifischer Behälter neben den Abfallcontainern, um zu verhindern, dass Personen den Müll durchsuchen, um an Verpackungen für die Rückerstattung zu gelangen. Im Hotel- und Gaststättengewerbe finden Treffen statt, um die Anwendung des Systems zu beschleunigen und zu vereinfachen, während logistische Einschränkungen bei Festivals bereits überwunden wurden.
Die Überwachung des Systems wird zwischen der SDR Portugal, einem gemeinnützigen Verband, der das System verwaltet, und den Gemeinden geteilt, wobei die Abstimmung mit den Kommunen als entscheidend für die strategische Standortbestimmung der Sammelgeräte angesehen wird.
Das Volta-System umfasst Plastikflaschen und Einwegdosen bis zu drei Litern, mit einem Pfand von 10 Cent, das dem Verbraucher bei der Rückgabe erstattet wird. Die Dringlichkeit der Maßnahme spiegelt sich in der hohen Rechnung des Landes wegen der Nichteinhaltung europäischer Vorgaben wider, wobei Portugal im vergangenen Jahr etwa 200 Millionen Euro wegen nicht recycelten Plastiks zahlen musste und in den letzten drei Jahren insgesamt 600 Millionen Euro angehäuft hat.




