Der Brasilianische Verband der Fleisch exportierenden Industrien (Abiec) teilte am Mittwoch mit, dass er ein Protokoll zur Kontrolle des Einsatzes von Antimikrobiotika durch Rindfleischproduzenten entwickelt hat und dass alle assoziierten Unternehmen, die in die Europäische Union exportieren, dem System bereits beigetreten sind, was einer hundertprozentigen Beteiligung entspricht. Die Maßnahme war eine Anforderung des europäischen Blocks, damit die Rindfleischlieferungen aufrechterhalten werden konnten.
Der Abiec zufolge wurden die offiziellen Garantien des Ministeriums für Landwirtschaft und Tierzucht (Mapa) bereits der Europäischen Union vorgelegt. Der Verband erklärte, dass das Protokoll als Teil der Maßnahmen zur Demonstration der Einhaltung der europäischen Hygienevorschriften in Betrieb ist.
Am Montag hatte die Europäische Kommission wiederholt, dass Brasilien von der Liste der zur Ausfuhr bestimmter Produkte in die EU berechtigten Länder ausgeschlossen werden würde. Der Grund wäre das Fehlen ausreichender Garantien seitens Brasiliens bezüglich der Konformität seiner Produkte mit den europäischen Hygienestandards, insbesondere in Bezug auf die Verwendung von in der Region verbotenen Antibiotika.
Das Verbot, falls es keine Kehrtwendung in der Entscheidung gegeben hätte – die bereits im Mai angekündigt worden war – würde an diesem Donnerstag in Kraft treten und die brasilianischen Rindfleischexporte in den europäischen Markt betreffen.




