Eine Anwaltskanzlei wird Anfang September ein Verwaltungsgerichtsverfahren gegen die EMEL, das kommunale Parkunternehmen Lissabons, einleiten. Die Klage erfolgt als Reaktion auf Beschwerden von Einwohnern Lissabons, die sich von dem Unternehmen missbrauchter Autorität ausgesetzt sehen, mit Duldung der Stadtverwaltung Lissabon.
Der Vorwurf gegen die EMEL lautet, Fahrzeuge außerhalb der unter ihrer Verwaltung stehenden Zonen und Zeiten zu überwachen und damit eine Handlungsweise an den Tag zu legen, die die gesetzlichen Grenzen ihrer Befugnisse überschreitet. Dem kommunalen Unternehmen wird außerdem vorgeworfen, die zwangsweise Eintreibung von Verfahren zu betreiben, die es als verjährt betrachtet, das heißt, die Zahlung von Bußgeldern in Situationen zu fordern, in denen die gesetzliche Frist für ihre Eintreibung bereits abgelaufen sein sollte.
Der Anwalt Carlos Barroso ist die zentrale Figur bei der Erklärung dieses Falls und hat die Rechtmäßigkeit der Praktiken der EMEL analysiert. Sollte das Gerichtsverfahren erfolgreich sein, könnte die Entscheidung den Weg ebnen, dass andere Bürger die Rückerstattung der Bußgelder verlangen, die sie bereits an das kommunale Unternehmen gezahlt haben.
Die Einwohner Lissabons fühlen sich besonders durch das benachteiligt, was sie als missbräuchliche Überwachung betrachten, und glauben, dass die Stadtverwaltung Lissabon keine angemessene Kontrolle über das Unternehmen ausübt, das das Parkmanagement in der Stadt regelt. Das Gerichtsverfahren stellt einen Versuch dar, diese Praktiken zu stoppen und die EMEL für ihre Handlungen verantwortlich zu machen.




