Es sieht aus wie ein Herzinfarkt. Das Gefühl ist das eines Herzinfarkts. Aber es ist keiner. Dennoch wird bereits ein invasiver Eingriff durchgeführt, um zu überprüfen, ob Arterien verstopft sind. Eine neue internationale Studie, veröffentlicht in der Zeitschrift „European Heart Journal", deutet darauf hin, dass es einen intelligenteren Weg geben könnte, mit der Situation umzugehen, noch bevor die Ärzte zum Herzkatheter greifen müssen. Forscher haben ein diagnostisches Werkzeug namens BioTAK-Score entwickelt – basierend auf vier Blutmessungen und einem Faktor (Geschlecht) –, das in der Lage ist, das Takotsubo-Syndrom (oder die Takotsubo-Kardiomyopathie), besser bekannt als das „Broken-Heart-Syndrom", mit hoher Zuverlässigkeit zu identifizieren, bevor eine invasive Koronarangiographie durchgeführt wird. Bei einer überraschenden Anzahl von Patienten – insbesondere Frauen – liegt keine Verstopfung vor. Stattdessen weisen sie eine Erkrankung auf, bei der intensiver Stress oder starke Emotionen dazu führen, dass ein Teil des Herzens aufhört, normal zu pumpen. Das Takotsubo-Syndrom ist für einen erheblichen Anteil der Fälle verantwortlich, bei denen Patienten mit akuten Herzbeschwerden keine obstruktive koronare Herzkrankheit aufweisen, was eine erhebliche diagnostische Herausforderung in der klinischen Praxis darstellt. Das BioTAK-Score-Werkzeug ermöglicht die frühzeitige Identifikation dieser Patienten, vermeidet unnötige invasive Eingriffe und ermöglicht eine gezieltere klinische Betreuung.
WissenschaftLisboa
Neuer Bluttest kann Herzinfarkte von „Broken-Heart-Syndrom" unterscheiden
extra2. September 2026 um 12:05
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