Dänemark und Grönland haben eine Entschädigungsvereinbarung in Höhe von 40.000 Euro für etwa 4.500 grönländische Frauen erreicht, die ohne ihr Wissen oder ihre Einwilligung einer Einlage von Intrauterinpessaren (IUP) als Verhütungsmethode unterzogen wurden. Die Vorfälle sollen sich zwischen 1960 und 1991 ereignet haben. Die Vereinbarung wurde in der vergangenen Woche getroffen und beendete ein umstrittenes Kapitel in den Beziehungen zwischen Dänemark und seinem autonomen Territorium Grönland. Zwei Sachverständigenkommissionen wurden eingesetzt, um zu untersuchen, ob die Praktiken einen Völkermord darstellten, wie er in der UN-Konvention von 1948 definiert ist. Die von diesen Kommissionen erstellten Berichte kamen zu keiner einstimmigen Schlussfolgerung zu der Frage. Die dänischen Behörden und die lokalen Medien haben die Auswirkungen dieses Skandals debattiert, der Fragen zu den reproduktiven Rechten und der körperlichen Autonomie grönländischer Frauen während der Kolonialzeit aufgeworfen hat.
Politik
Debatte: Dänemark: Spiral-Skandal in Grönland gelöst?
EuroTopics2. September 2026 um 11:21
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