Die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) schätzte, dass die Investitionsausgaben für KI-Infrastrukturen bis 2050 31,6 Billionen Dollar (27,2 Billionen Euro) erreichen werden, so der Bericht Global Data Centre. Das Dokument, das 46 Länder und Territorien abdeckt, sagt voraus, dass die jährlichen Investitionen in Rechenzentren von etwa 800 Milliarden Dollar im Jahr 2026 auf 1,8 Billionen Dollar im Jahr 2050 steigen werden.
Die Vereinigten Staaten werden voraussichtlich 48 Prozent der Gesamtinvestitionen in KI-Infrastrukturen absorbieren, was 15,1 Billionen Dollar entspricht. Die Region Asien-Pazifik ist projiziert, 8,2 Billionen Dollar an kumulierten Investitionen zu repräsentieren, angeführt von China und Indien, während Strategien für souveräne KI die Investitionen in Europa und im Nahen Osten beschleunigen. ITK-Ausrüstung wird einen wachsenden Anteil der Investitionen ausmachen, von derzeit 70 Prozent auf 93 Prozent bis 2050.
Der Bericht identifizierte fünf Faktoren, die den globalen Investitionsfluss lenken werden: Energie, Konnektivität, Sicherheit, politische Gewissheit, Gemeinschaftszustimmung und Zugang zu Grafikprozessoren. Die globale Leiterin für Infrastruktur bei PwC Australien, Clara Cutajar, erklärte, dass KI-Infrastruktur zu einer der wichtigsten Herausforderungen bei der Kapitalallokation der nächsten Generation wird.
PwC hat außerdem zwei Szenarien getestet. Im ersten Szenario würden strengere Exportkontrollen die globalen Chip-Lieferketten unterbrechen und die jährlichen Investitionen bis 2030 auf etwa die Hälfte reduzieren. Im zweiten Szenario würde ein größerer Schwerpunkt auf digitaler Souveränität die Art und Weise verändern, wie Kapital investiert wird, wobei die globalen Ausgaben nur leicht zurückgehen würden, aber die Investitionen sich in Länder mit starker Inlandsnachfrage und unterentwickelter Rechenzentrumskapazität verlagern würden.




