Portugal wird den russischen Botschafter einberufen, um Erklärungen für die hybriden Drohnenangriffe am Flughafen Leipzig in Deutschland zu fordern, nachdem Berlin die Verantwortung Russland zugeschrieben hat. Außenminister Paulo Rangel kündigte die Maßnahme bei der Ankunft zu einem informellen Treffen der EU-Außenminister in Irland an und kündigte eine „sehr starke" Reaktion der Europäischen Union auf den Vorfall an. Die Minister werden heute mögliche Maßnahmen erörtern, darunter ein erweitertes Sanktionspaket gegen Einzelpersonen und Unternehmen sowie präventive Cybersicherheitsmaßnahmen und den Schutz des Luftraums und der kritischen Infrastruktur. Deutschland macht Russland für den versuchten Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig im August verantwortlich, bei dem Sprengstoff gefunden wurde und Frachtflugzeuge ins Visier genommen wurden, die für den Transport militärischer Hilfe in die Ukraine eingesetzt wurden. Rangel wies außerdem darauf hin, dass alle Mitgliedstaaten hybride Bedrohungen aus Russland wahrnehmen, und verwies als Beispiel auf Irland, wo es mehrere Vorfälle gegeben habe, auch an Flughäfen.
Jornal Económico02.09.26, 10:41