Die "Durchfahrten im Verborgenen" in der Straße von Hormuz werden immer länger, wobei Tankschiffe ihre Transponder mehrere Tage lang ausschalten, während Washington versucht, den wirtschaftlichen Druck auf den Iran zu erhöhen. Die Praxis der navigationslosen Durchfahrt, die bereits vorher existierte, hat sich mit der Entscheidung der Trump-Administration, die Ausnahmeregelungen zu beenden, die es mehreren Ländern ermöglichten, iranisches Öl zu importieren, erheblich verstärkt.
Die Geisterflotte, wie diese Praxis der Deaktivierung der Ortungssysteme genannt wird, widerspricht den Zielen der sogenannten Operation Wirtschaftsausschluss, die von den Vereinigten Staaten ins Leben gerufen wurde, um Teheran finanziell zu isolieren. Anstatt den Schiffsverkehr in der Region zu verringern, scheint die amerikanische Strategie die Tankschiffe dazu veranlasst zu haben, immer extremere Maßnahmen zu ergreifen, um einer Erkennung zu entgehen.
Die Navigation ohne Transponder stellt ein erhebliches Risiko für die maritime Sicherheit dar und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Kollisionen und Unfällen in der strategisch wichtigen Meerenge, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öls fließt. Die internationalen Schifffahrtsbehörden äußern Besorgnis über diesen Trend, der die Überwachung des Schiffsverkehrs in einer der wichtigsten Routen des globalen Rohölhandels erschwert.




