Eine Studie der Zeitung Financial Times identifizierte einen signifikanten Anstieg der Einsamkeit unter jungen Menschen in den Vereinigten Staaten und Europa. Die Erhebung zeigte, dass im Jahr 2023 einer von zehn Amerikanern im Alter von 23 bis 29 Jahren keinen Moment des Tages persönlich mit anderen Menschen interagierte. Bei den geselligsten jungen Menschen sank die Zeit in Gesellschaft von 87% in den Jahren vor der Pandemie auf 83% heute. In Großbritannien stieg der Anteil junger Menschen ohne einen einzigen „engen Freund" von 1% im Jahr 2015 auf 5% heute.
Der Psychologe und Schriftsteller Alexandre Coimbra Amaral kommentierte die Studie in einem Interview mit Estúdio CBN am Dienstag (1.). Seiner Meinung nach ist Einsamkeit ein psychischer Zustand, der durch das Gefühl gekennzeichnet ist, „von der Welt entfremdet" zu sein, als ob die Welt um die Person herum geschehen würde, ohne dass sie daran teilnimmt.
Amaral erklärte, dass Einsamkeit einen „Abgrund für den Menschen" darstellt, und betonte, dass es für niemanden gut ist, sich einsam zu fühlen – außer in dem Moment, in dem jemand tatsächlich allein sein möchte, was eine völlig andere Situation wäre.




