Der Minister des Obersten Bundesgerichtshofs (STF) André Mendonça behandelte vergangene Woche unter absoluter Geheimhaltung einen Antrag, die Bundespolizei damit zu beauftragen, Gesprächspartner von Nachrichten zu identifizieren, die aus dem Handy von Daniel Vorcaro extrahiert worden waren. Die Rückmeldung der PF erfolgte innerhalb von 72 Stunden, einer Frist, die der Minister selbst für die Identifizierung der Gesprächspartner der Nachrichten des Bankiers gesetzt hatte.
Die Nachrichten enthielten schwerwiegende Inhalte, darunter Bitten um Schutzmaßnahmen durch den Leiter der Bundespolizei, Andrei Rodrigues, und den Generalbundesanwalt der Republik, Paulo Gonet. Mendonças Kollege am STF, Alexandre de Moraes, war der Empfänger der Nachrichten, die Vorcaro über die Operation Compliance Zero austauschte, die zur Verhaftung des Bankiers Ende 2025 führen sollte.
Mendonça teilte nicht einmal der PGR den Polizeibericht mit, der die Gespräche zwischen Vorcaro und Moraes zeigte. Am Wochenende suchte der Minister, der für die Ermittlungen der Banco Master zuständig ist, den Präsidenten des STF, Edson Fachin, auf und berichtete ihm vom Inhalt der als explosiv geltenden Nachrichten.




