Seit 2016 sind Betriebe in Lissabon, die nach 23 Uhr geöffnet haben, verpflichtet, Schallpegelbegrenzer zur Kontrolle des Lärmpegels zu installieren. Einige Bars in der Stadt umgehen diese gesetzliche Verpflichtung jedoch durch eine einfache Strategie: Sie spielen Musik über Fernseher statt über herkömmliche Lautsprecher ab und entziehen sich so der Kontrolle durch Schallmessgeräte.
Die Lärm-Hotline der Stadtverwaltung Lissabon hat seit 2022 fast neuntausend Beschwerden erhalten, was das Ausmaß des Problems nächtlicher Lärmbelästigung in der portugiesischen Hauptstadt zeigt. Diese Beschwerden verdeutlichen die Auswirkungen übermäßiger Geräuschpegel von Nachtlokalen auf die Lebensqualität der Anwohner in Gebieten mit intensiver Gastronomie- und Barbetätigung.
Der Einsatz von Fernsehern zur Musikwiedergabe stellt eine Methode zur Umgehung der Kontrolle dar, da die obligatorischen Schallpegelbegrenzer zur Überwachung von Lautsprechern und nicht von handelsüblichen elektronischen Geräten wie Fernsehern oder anderen Multimediageräten installiert werden.




