Der Artikel argumentiert, dass wir uns nicht vor einer vorübergehenden Krise des Liberalismus befinden, sondern vor der Konsolidierung einer neuen Phase des Kapitalismus. Der Autor bezeichnet diese Phase als „Kapitalismus der Endlichkeit" und unterscheidet sie von früheren Momenten des kapitalistischen Systems.
Diese neue wirtschaftliche Konfiguration ist durch zwei Hauptelemente gekennzeichnet. Erstens gibt es einen intensivierten Wettbewerb um knappe Ressourcen, was die traditionelle Marktlognik, die auf Überfluss basierte, transformiert. Zweitens erwirbt der Staat eine grundlegende strategische Zentralität und gibt seine dem klassischen Liberalismus zugeordnete sekundäre Rolle auf.
Der Text suggeriert, dass diese Mutation eine tiefgreifende strukturelle Transformation darstellt, keinen temporären Zyklus der Instabilität. Die im Titel erwähnte Illusion bezieht sich auf den Glauben, dass das System lediglich vorübergehende Schwierigkeiten durchmachen würde, während es in Wahrheit eine dauerhafte Neukonfiguration seiner Grundlagen durchläuft.




