Von der Bundespolizei auf dem Handy des ehemaligen Bankiers Daniel Vorcaro beschlagnahmte Nachrichten zeigen, dass er seinen damaligen Geschäftspartner Angelo Silva anwies, den Zugang zu einem zwischen der Banco Master und der Kanzlei der Anwältin Viviane Barci de Moraes, Frau von Minister Alexandre de Moraes vom Obersten Gerichtshof, geschlossenen Vertrag einzuschränken. In einem Gespräch vom 1. April 2025 fragte Vorcaro, wo sich das Dokument befand, und erhielt von Angelo die Antwort, dass er es überprüfen müsste. Vorcaro ordnete dann an: „Niemand soll Zugang haben. Du holst es und lässt niemanden darauf zugreifen", worauf Angelo antwortete, dass er den Vertrag am nächsten Tag finden würde.
Der betreffende Vertrag sah eine Zahlung von 131 Millionen Real an die Kanzlei von Viviane Barci de Moraes über einen Zeitraum von drei Jahren vor, mit einem monatlichen Betrag von 3,6 Millionen Real. Das im Dezember 2025 vom GLOBO aufgedeckte Dokument hatte einen breiten Umfang und sah Beratungsleistungen vor.
Daniel Vorcaro ist der ehemalige Bankier der Banco Master, die kürzlich ins Visier von PF-Ermittlungen wegen angeblicher verdächtiger Finanztransaktionen geriet. Angelo Silva war zu der Zeit der Gespräche sein Geschäftspartner. Die Frau von Alexandre de Moraes, Viviane Barci de Moraes, ist die Anwältin, die für die Kanzlei verantwortlich ist, die die im Vertrag vorgesehenen Zahlungen erhalten sollte.
Der Fall sorgt für Kontroversen, da er direkt Minister Alexandre de Moraes vom STF betrifft, da seine Ehefrau die Begünstigte des millionenschweren Vertrags mit der Banco Master war. Die von der PF beschlagnahmten Nachrichten deuten darauf hin, dass es eine bewusste Versuch gab, das Dokument zu verbergen, was Fragen über die Natur der Beziehung zwischen der Bank und dem Büro der Frau des Ministers aufwirft.




