Der Bildungsminister erkannte das Bestehen eines strukturellen Lehrermangels in Portugal an. Dieses Eingeständnis erfolgt vor dem Hintergrund andauernder Schwierigkeiten bei der Einstellung von Lehrkräften für das portugiesische Bildungssystem.
Die Nationale Lehrervereinigung (Fenprof) prangerte an, dass weiterhin 2.650 offene Stellen an Schulen bestehen, was mehr als 50.000 nicht abgedeckte Unterrichtsstunden entspricht. Diese Zahlen spiegeln die Unfähigkeit des Ministeriums wider, Lehrkräfte für verschiedene Fachbereiche und Regionen des Landes zu gewinnen und zu halten.
Die Fenprof hat wiederholt auf diese Situation hingewiesen und ist der Ansicht, dass das Problem nicht mit punuellen Maßnahmen gelöst werden kann, sondern eine strukturelle Strategie zur Aufwertung des Lehrberufs erfordert. Die Gewerkschaft betont, dass der Lehrermangel die Qualität des den Schülern gebotenen Unterrichts beeinträchtigt.
Die Anerkennung seitens des Bildungsministeriums, dass es sich um einen strukturellen Mangel handelt, stellt eine signifikante Veränderung in der Wahrnehmung des Problems auf höchster Regierungsebene dar, auch wenn noch keine konkreten Maßnahmen zur Lösung der Situation angekündigt wurden.




